Erste Ergebnisse

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), der Weltklimarat der Vereinten Nationen, veröffentlichte im Herbst 2018, kurz vor der Klimakonferenz im polnischen Kohlerevier Kattowitz einen Bericht, nach dem die Menschheit nur mehr 6-700 Gigatonnen (GT) CO2 emittieren dürfe, um zu erreichen, dass die globale Temperatur um nicht mehr als 1,5 Grad ansteigt verglichen mit dem Niveau vor der industriellen Revolution  – und auch das nur mit 50%iger Wahrscheinlichkeit (https://report.ipcc.ch/sr15/pdf/sr15_spm_final.pdf).

Die ersten Ergebnisse unseres Projekts zeigen: ohne zusätzliche Maßnahmen würden die Gesamtemissionen bis 2050 auf das doppelte der einigermaßen sicheren 6-700 GT, nämlich auf ca 1300 GT, ansteigen. Während sich die weltweite Wirtschaftsleistung in diesem Zeitraum fast verdoppeln wird (+85%), steigen die Emissionen um ein Drittel.

Um das Ziel von insgesamt nur mehr 6-700 GT zu erreichen, müssten sie pro Kopf defakto ab sofort deutlich sinken – und zwar auf etwa eine Tonne pro Kopf der Weltbevölkerung in 2050. Das ist eine Reduktion auf etwa ein Fünftel – um fast 80%. In Europa (EU) liegen wir derzeit bei 8 Tonnen/Kopf. Die erforderliche Reduktion auf eine Tonne ist also noch größer.

Die gute Nachricht:  eine solche Reduktion ist ohne wirtschaftlichen Zusammenbruch möglich. Eine Dekarbonisierung ist ohne wirtschaftlichen Zusammenbruch möglich und wirkt sich auch positiv auf die Beschäftigung aus. Die globale Wirtschaft würde bis 2050 um 75% wachsen, also nur geringfügig weniger als in einem „Business-as-Usual“ Szenario (85%).

Erforderlich wäre dafür neben einer Reihe von anderen Maßnahmen vor allem eine Erhöhung der Preise für CO2 auf 200-240 Euro pro Tonne. Wir sind gerade dabei, diese ersten Ergebnisse en detail zu analysieren und werden Sie auf dieser Seite weiter über die Ergebnisse auf dem Laufen halten.

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